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 Die Vergangenheit

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BeitragThema: Die Vergangenheit    Fr Okt 02, 2015 7:01 pm

vor 87 Jahren


Es war helllichter Tag, als es geschah. Urplötzlich war es stockdunkel. Weder der Mond, noch die Sonne, noch Sterne oder Lampen waren zu sehen. Es war einfach nur schwarz.
Jedoch dauerte es nur ein paar Sekunden, bis etwas flackerte. Die Sonne erschien wieder am Himmel, doch sie war nicht weiß wie es normalerweise der Fall war. Hellgrünes Licht strahlte auf die Menschen herab und kurz darauf begannen die ersten Pflanzen Feuer zu fangen. Tiere flohen, die Menschen, die sich noch bewegen konnten, begannen ebenfalls zu rennen und suchten nach Schutz vor dem tödlichen Sonnenlicht.
Unter der Hitze zerbrachen Steine, der Asphalt splitterte und ganze Wälder wurden niedergebrannt. Tiere starben, Menschen starben.


vor 80 Jahren


Das meiste Leben hatte sich unter die Erde versetzt. Nur hin und wieder trauten sich ein paar Menschen heraus. Zuerst berichteten sie von einer unveränderten Sonneneinstrahlung und verbrannter Erde, doch bereits drei Jahre nach dem Unglück kamen die Ersten und berichteten von einer gelblich-weiß leuchtenden Sonne. Nicht ein Jahr später waren die Wälder nachgewachsen und waren grüner und größer denn jemals zuvor.
Die Tiere kehrten zurück - an ihrer Spitze die Wölfe, welche sich zuerst aus ihren Verstecken wagten.
Nur der Mensch fürchtete sich zu sehr und blieb weitere fünf Jahre in seinem Versteck.


vor 78 Jahren


Zuerst lebten die Wölfe alle zusammen als ein Rudel. Sie hatten in den Bergen ein neues Zuhause gefunden, welches genug Beute und zugleich genug Schatten und somit Schutz vor der weiterhin angsteinflößend heißen Sonne war.
Zu Anfang jagten sie nur Nachts, doch je mehr Zeit vergang, desto mehr trauten sie sich zu und da sie immer resistenter gegen die Hitze wurden, konnten sie die schlafende Beute überraschen. Die Wölfe wurden zu den gefährlichsten Jägern der Welt.


Doch die Menschen trauten sich weiterhin nicht, etwas an ihrer Lebensweise zu ändern. Das Unglück war noch nicht lange genug her. Was sie nicht wussten war, dass die Wölfe, immer mutiger werdend, sich mittlerweile sogar in die Stadt getraut hatten und direkt über ihren Köpfen nach Beute suchten.


vor 75 Jahren


Das zweite Unglück folge 12 Jahre nach dem ersten und führte zu der größten Veränderung, die die Welt je gesehen hatte.

Das Rudel war so groß geworden, dass einige Wölfe entschlossen hatten, dieses zu verlassen und in die Stadt zu gehen. Sie wussten nicht mehr, wessen Territorium dieses in der Vergangenheit gewesen war und die Menschen kannten die meisten nur noch aus Geschichten.
In der Nacht der zweiten Katastrophe traute sich zum ersten Mal eine Gruppe von Menschen nach draußen und stieß direkt auf das neue Rudel der Wölfe.
In diesem Moment begann der Mond grün zu leuchten, doch statt sie zu verbrennen wie es die Sonne getan hatte, froren die auf offener Straße ungeschützten Menschen und Wölfe in Sekundenschnelle ein und zersprangen in kleinste Teile. Doch was niemand wusste, war, dass dies zu etwas viel Größerem führte.
De kristallenen Staubkörner wurden durch die kalte Luft dieser Nacht davon getragen und in alle Himmelsrichtungen getragen.


Die Überlebenden, die das Licht dieser Nacht ebenfalls mitbekommen hatten, gingen davon aus, dass die, die nach draußen gegangen waren, verbrannt worden waren und sie, die sicher unter der Erde geblieben waren, unbeschadet davon gekommen waren. Doch dies war nicht bei allen so, denn in der nächsten Generation würden sich die ersten der Gestaltwandler zeigen.


vor 50 Jahren


Langsam normalisierte sich das Leben wieder. Bereits vor vier Jahren hatten die Menschen ihre Verstecke verlassen und begonnen eine neue Zivilisation aufzubauen, jedoch hatten sie schnell feststellen müssen, dass es keinen Ausweg aus ihrer Heimat gab. Während sie im Norden, Süden und Westen von Bergen eingesperrt waren, welche seit 37 Jahren keinen Durchgang mehr zu geben schienen, hatte sie im Osten eine beinahe unüberwindbare Gegend entwickelt. Denn während die Sonne in der Stadt, im Wald und im Gebirge ihre Normaltemperaturen beinahe wieder erlangt hatte, war der Boden dort weiterhin verbrannt und vor Trockenheit gesplittert.
Man konnte dort nur in der Nähe der Stadt und des Wassers leben, doch ging man zu weit hinaus, starb man in kürzester Zeit an Durst oder Brandwunden.

Auch begann sich das System von Incolomes zu entwickeln und somit auch Qaeram gemeinsam mit dessen Armut.
Gemeinsam bemühten sich die Menschen die Stadt wieder einigermaßen aufzubauen. Der Teil, bei welchem dies schließlich hauptsächlich gelang, erhielt innerhalb der nächsten Jahre den Namen Incolomes.

Zugleich kam es zu Uneinigkeiten beim Rudel der Wölfe, welches sich mittlerweile Rudel der tausend Winde nannte. Die Söhne des momentanen Alpha-Wolfs Kralle, wollten die Berge verlassen und in den Wald ziehen. Sie waren der Meinung, dass das Leben dort sicherer war, da das dichte Blätterdach mehr vor der Sonne schützen konnte, und, da sie dachten, dass es dort mehr Beute gab. Ihre Namen waren Häher und Regen und schließlich verließen sie das Rudel gemeinsam mit einigen anderen Wölfen.
Innerhalb der nächsten Monate schlossen sich ihnen auch immer mehr Einzelgänger an, wodurch die Entstehung des Rudels der rauschenden Strömung begann.



vor 40 Jahren - vor 30 Jahren


Langsam stabilisierte sich Incolomes und auch kamen die Merkmale und Ordnungen zum Vorschein, die im Moment existieren. Doch so stabilisierten sich auch die Grenzen zwischen Incolomes und Quaeram, welches zu dieser Zeit noch der Stadtteil war, in welchem nur Verbrecher und Mörder lebten.
Doch je mehr Zeit verging, desto mehr "unschuldige" mussten dort leben. Es wurden Kinder geboren und Menschen aus Incolomes verstoßen. Auch verließen zu dieser Zeit immer mehr Personen Incolomes, da ihnen nicht gefiel, wie sich dieses entwickelte. Langsam jedoch stetig wurde es zu einer Diktatur.

Die ersten Gestaltwandler waren bereits vergessen oder aus den Erinnerungen der Menschen verdrängt worden und langsam starb das Wissen an ihre Existenz beinahe vollkommen aus.
Die Welt war zumindest in diesem Bereich wieder uns Gleichgewicht gekommen So konnten Gestaltwandler nur geboren werden, wenn eines der Elternteile selbst einer war. Diese wussten von den Gefahren und lehrten ihre Kinder von früh auf ihre Existenz geheim zu halten.
Noch gab es sie nicht bei den Wölfen. Denn obwohl zu Anfang auch dort welche geboren worden waren, waren die meisten nach ihrer ersten Verwandlung aus Angst vor sich selbst und der Reaktion der anderen Wölfe, in die Stadt, um genauer zu sein nach Quaeram, geflohen.


Kralle war bereits seit einigen Jahren tot, doch der Frieden, in welchem seine Söhne gegangen waren, herrschte immer noch vor.
Immer wieder jagten die beiden Rudel zusammen und trafen sich an dem See, welcher zwischen Wald und den Bergen lag. Noch gab es keine festen Grenzen und so besuchte Häher auch immer wieder seine Schwester Leira und seinen kleinen Bruder Kotha, welcher in der Zwischenzeit zum Alpha-Wolf geworden war.
Doch dann kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Regen und Kotha. Mitten im Winter war Kotha mit seinem gesamten Rudel in den Wald gekommen. Es war der schlimmste Winter seit dem ersten Unglück gewesen und die Wölfe, die damals noch nicht gelebt hatten, waren diese Kälte nicht annähernd gewohnt gewesen.
So hatten sich die Rudel zusammengescharrt und gegenseitig gewärmt. Doch ohne es zu verraten, schickte Kotha immer wieder drei seiner Wölfe in die Berge, wo sie gemeinsam die dort wesentlich schwächeren und von den plötzlich kälter werdenden Temperaturen überraschten Tiere jagten und die bereits toten Tiere fraßen.
So, dass es das Rudel der rauschenden Strömung nicht bemerkte, nährte sich das Rudel der tausend Winde, einer nach dem anderen, zugleich von den erfrorenen oder durch den ungewohnt glatten Boden ins Unglück gestürzten Tieren.
Als dann jedoch die ersten von Regens Wölfen, welcher die Führung des Rudels übernommen hatte, als sein Bruder vor Hunger krank geworden war, verhungerten, fiel im auf, das Kothas Wölfe noch weit vom Verhungern entfernt waren.
So stellte er seinen Bruder zur Rede, doch dieser weigerte sich zuerst ihm zu antworten, was zu einem Kampf führte. Um ihre Brüder voneinander zu trennen, verriet Leira die Wahrheit. Voller Wut und ohne klar denken zu können rannte Regen daraufhin auf seine Schwester zu, welche diesen Angriff nicht überlebte.

Kotha konnte Regen sein unverantwortliches Verhalten nie verzeihen. Noch am selben Tag kehrte er mit seinem Rudel in die Berge zurück und begann die ersten Grenzen zu setzen.
Von da an waren die Rudel verfeindet.



vor 30 Jahren - vor 20 Jahren


Incolomes baute die letzten Stücke der Ordnung auf, die für die heute noch fehlten.
Die beiden Stadtteile waren nun öffentlich getrennt und die Grenze wurde streng von den Wächtern der Sicherheit bewacht.
Das Wissen über die Gestaltwandler war alleine dem Leiter und den Personen, denen dieser das Wissen anvertraute, vorgesehen und im Allgemeinen geschah nun nur noch das, was der Leiter für richtig ansah und wollte.

Die Gestaltwandler, welche hauptsächlich in Quaeram lebten, hatten sich nun weiter verteilt. Nun lebten sie auch teilweise in Incolomes, wo niemand wissen durfte, wer oder was sie waren. Auch hatten sie bei den Rudeln neue Heimaten gefunden.
Dadurch, dass das Rudel der rauschenden Strömung jedoch weitaus näher an der Stadt lebte, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Wölfe des Rudels von den Gestaltwandlern erfuhren.


Die Grenzen waren nun festgelegt und durften niemals, ohne, dass es einen Kampf brachte, übertreten werden. Jedes Rudel lebte für sich und auch Einzelgänger wurden in den Revieren nicht gerne gesehen.
Durch dies mussten die meisten der Wölfe, welche keinem Rudel angehörten, in die äußersten Gebiete der toten Ebene flüchten, in welchem es noch verdorrte und äußerst widerstandsvolle, kleine Bäume und einige, kleine Tierarten gab, welche normalerweise nicht zu der Nahrung der Wölfe gehörten.



Jetzt


Incolomes ist ein friedlicher, jedoch streng organisierter und diktatorischer Staat.
Welchen Beruf man später ergreifen will, muss man früh festlegen, denn die Plätze bei den Wächtern der Sicherheit und in der medizinischen Abteilung sind begrenzt. Nur die Klügsten kommen in diese Bereiche hinein.
Alle anderen bleiben arbeitslos und müssen von den Essensrationen leben, welche jeden Sonntag vor dem Hauptgebäude des Stadtbereiches verteilt werden.
Alles beruht auf dem Wort des Leiters, der alles entscheidet und immer das letzte Wort hat.
Immer noch ist die Stadt großteils zerfallen, jedoch wurden die meisten Häuser wieder bewohnbar gemacht.

Quaeram ist der Stadtteil in welchem es schlicht und ergreifend heißt: 'Der Stärkere gewinnt'.
Alles beruht auf Kriminalität und selbst die Kinder, welche meistens Waise sind, müssen sich alleine durchschlagen.
Niemand kümmert sich wirklich um andere und selbst in den kleinen Gruppen geht es meistens nicht um Freundschaft, sondern um Stärke.
Da in Quaeram nie etwas wirklich repariert worden ist, sind die Häuser wesentlich zerfallener als in Incolomes und schützen meistens nicht wirklich vor Kälte und Regen.
Wobei besonders Regen eine Gefahr darstellt, da dieser, je nach Tages und Jahreszeit, kochend heiß sein kann.

Die seltenen und doch weit verbreiteten Gestaltwandler haben nun meistens alle dasselbe Ziel: Als Wolf oder Mensch leben, ohne, dass bemerkt wird, dass man anders ist.
Sie sind in einer der Welten aufgewachsen, in welcher sie meistens auch bleiben und versuchen weiterzuleben, als hätten sie ihre Fähigkeit niemals bemerkt.


Die Reviere sind immer noch strikt getrennt.
Obwohl der Grund des Krieges den meisten kaum noch bekannt ist, ist die Feindschaft weiterhin da und wird nicht so schnell verschwinden.
Die Sonne macht den Wölfen schon lange nichts mehr aus und auch ihrer Beute nicht. Das Leben der Wölfe ist beinahe so wie ihrer Vorfahren vor dem Unglück.


Allgemein scheint die Sonne nicht mehr so stark, wie sie es einst getan hat, jedoch sind die Temperaturen meistens noch höher, als es vor dem Unglück der Fall war.
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